Saisonprognose – Die Kriterien

In meinem letzten Blogbeitrag bat ich die geschätzte Leserschaft mir ihre Kriterien für die Saisonprognose des magischen FCSP zu schicken. Aus diesen zugesandten Kriterien sowie einigen selbstgewählten Themen versuche ich mich als Prophet für die Saison 2017/2018.
Vielen Dank für die Vorschläge und die Kommentare!

Folgende Kriterien fließen also in die Prognose ein:
Umfeld & Trainerteam
Konkurrenz in der Liga
Kader
Stimmung
Zusammenfassung & Prognose

Ich werde diese Kriterien jetzt sukzessive abarbeiten. Ebenso hoffe ich, auch ein paar Stimmen von befreundeten Blogs und Personen einfließen zu lassen. Am Ende der Woche geht’s also los mit Umfeld und Trainerteam! Ick freu mir!

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Grinsen. Genau so.

Nach meinem ersten Heimspiel der Saison schlief ich bierselig und schmunzelnd ein. Immer noch vor mich hingrinsend, begab ich mich am Morgen danach ins Bad und nach einer erfrischenden Morgendusche zum Kaffee in die Küche. Verzückt ging ich im Anschluss Richtung Büro. Grinsend. Über das ganze Gesicht. Immer noch. Ich fühlte mich schon etwas grenzdebil, jedoch ging dieses Grinsen einfach nicht weg.

Der Grund für meinen permanent Gesichtsmuskel belastenden Zustand ist das 2:0 vom Vorabend. Dieses klassische Zweitligaspiel mit einer offensiven Heimmannschaft die gegen eine defensiv eingestellten, raumverengenden Gästeelf Druck machte, jedoch Anfangs nicht über das Mittelfeld hinaus in den Abschluss kam.

Mit zunehmender Intensität und Dauer des Spiels kamen dann auch die Gäste zu Chancen. Dies alles reicht natürlich nicht aus, um mich in Verzückung zu versetzen. Vielmehr war es der Elfmeter, der uns relativ glücklich, wie Lennart Thy, in den Schoß fiel. Diese ungerechten Momente im Fußball habe ich so oft erlebt. Jedoch meistens nicht zu Gunsten des magischen FC. Das wir nun endlich davon profitieren, ist eine sehr befriedigende Erfahrung.

Ergänzend und weiterhin für ein Lächeln sorgend ist die Tatsache, dass wir gut aufgestellt sind. Da haben Chewald und der Herr Meggle einen guten Job gemacht. Unsere Neuzugänge Dudziak und Picault sorgen für die notwendige Dynamik, wobei Picault doch einige Stockfehler unterliefen, aber geschenkt. Hornschuh wackelt nicht und hat Potential. Ansonsten kann man mit dem Auftreten unserer Boys in Brown sehr zufrieden sein, Kampf angenommen und sich durchgesetzt.

Aber das Grinsen kommt vom Elfmeter und wie Lasse ihn verwandelt hat.
Genau so.
Ich grinse weiterhin.

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Lang und weit

…bringt Sicherheit. Diese simple Formel des Fussballspiels haben wir bei der Fünften Herren des FC St. Pauli damalig ab und an angewendet, wenn wir unter Druck geraten sind. Wir haben jedoch versucht, dies nicht als Dauerzustand in einem Spiel werden zu lassen.
Irgendwie musste ich gestern daran denken, als ich den x-ten Ball Hoch in des gegnerischen Hälfte hab fliegen sehen. Was früher eine Thorandt’sche Formel der Spieleinleitung bekannt war, wurde im Spiel gegen Darmstadt zu einem prägenden Stilmittel.
Vorne sollte dann Budimir die Bälle entweder festmachen oder verlängern. Das macht auch Sinn, wenn die dann von ihm anzuspielenden Stationen aufrücken und mitgehen. Dies war aber nicht der Fall. Schnelle Spieler wie Maier oder auch Buballa waren nie in der Nähe um einen Aufbau zu gewährleisten. Das sah so hilflos aus, wenn eine langer Ball kommt, wir im Gegensatz zu früher (nicht wahr, Herr Nöthe?), diesen Ball gewinnen und dann sind 10 Spieler in der eigenen Hälfte.

Und es passiert – nichts.

Ich bin etwas sprachlos, auch wenn ich aufgrund der Verletztenmisere nicht wirklich überrascht bin. Aber zumindest Halstenberg macht Hoffnung und dass die Null 86 Minuten stand. Jetzt gilts am Mittwoch dieses über die volle Spielzeit zu halten und wenn es mit der rustikalen Spielweise sein muss, dann ist es so.

Lang und weit bringt Sicherheit. So sei es.

Aber der Support war bis zur 86. Minute fantastisch.
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Kaltes Spiel

„Das war ein kaltes Spiel“ – diese Aussage von unserem Knipser Rico Hanke nach dem Spiel in Neumünster 2003, hat das Bolzinferno Sankt Pauli damalig mit der Aussage „Hättest ja mehr laufen können“ beantwortet und großes Gelächter auf dem Grashügel in Neumünster produziert. Selbst Rico Hanke konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.

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Warum ich so tief in die Mottenkiste greife? Weil es viel über seine mangelnde Laufbereitschaft aussagt. Und die musste ich leider am Sonntag auch bei uns feststellen. Nicht dass die Boys in Brown nicht engagiert waren. Das waren sie, jeder im Stadion konnte sehen , dass wir wollten.
Aber wollen reicht halt nicht.
Kaiserslautern wollte auch. Doch mit anderen Mittel und hoher Laufbereitschaft.
Sie hatten immer Überzahl in Ballnähe.
Sie boten schnelles Umschalten nach erzwungenen Fehlern.
Sie hatten den direkten Zug zum Tor.

Das werden wir auch haben.
Bald.
Bestimmt.
Hoffentlich.

Sonst werden wir wieder kalte Spiele in Kiel, Osnabrück oder Rostock haben. Und uns bis dahin alle User Obi Wan _garnicht anschließen.

Alles eine Frage des Glaubens

Als ich am Samstag kurz nach dem Abpfiff mit hängenden Schultern an der Domschänke stand, kamen mir viele Menschen entgegen denen es ebenso wie mir ging.

Alle mit so einer Mischung aus:
Fassungslosigkeit und Entsetzen.
Trauer und Resignation.
Sarkasmus und Einsicht.

Mir stellte sich erstmal die Frage: Wie kam es dazu?
Eigentlich wurde dieser Zustand ganz einfach erreicht. Man nehme den modernen, ballbesitzorientieren Fussball als Konzept und verpflichtet Spieler, die auf dieses System passen. Diese Spieler haben gelernt, oder besser, sollten gelernt haben, schwierige Spielsituationen durch spielerische Mittel zu lösen. Besser gesagt: Eigentlich sollten sie nicht in eine schwierige Situation kommen, da sie per se ständig nach Ballbesitz streben, dass bedeutet frühes Pressing um den Ball zu erobern, dann abwartend und geduldig den finalen Pass suchen. Genau das haben wir am Samstag auch gesehen. Beispielsweise Enis Alushi, der sich immer wieder zwischen die Abwehr fallen ließ, um die Bälle zu holen und zu verteilen. Eine Abwehr die ggfs. angespielt werden kann, um ein besseres Stellungsspiel zu ermöglichen.
Soweit so gut. Doch was passiert, wenn nicht alle Faktoren mit der nötigen Entschlossen- und Geschlossenheit durchgeführt werden? Auch das ließ sich Samstagmittag par excellence beobachten. Nämlich dann, wenn das frühe Stören durch das aufgerückte Mittelfeld nicht in Ballbesitz sondern in Ballverlust endet und eine (leider) schlechte Defensivbewegung unsererseits zur Folge hat. Dann werden nämlich durch konterstarke Mannschaften überfallartige Angriffe inszeniert, die, wieder leider, zu schnell bei uns zu Gegentoren führen.

Und danach die Frage: Na und?
Jetzt mal ehrlich, ich kann einer Mannschaft die Fussball „spielen“ will und soll, nicht vorwerfen, dass sie über den Kampf zum Spiel kommen muss. Dafür fehlt das Spielermaterial, bis auf Alushi und Schachten mal abgesehen.
Was ich wirklich kritisiere, ist das echt beschissene Defensivverhalten aller Mannschaftsteile, daran müssen wir arbeiten und weiter konsequent Fussball „spielen“ wollen.
Dann wird das.
Bestimmt.
Ich glaube daran, ganz fest.

Wenn wir alle daran glauben, dann gewinnen ab heute nur noch wir.

Listenplatz zu vergeben

Hmmm, wie nähere ich mich diesem Spiel. Ich glaube, ich wende eines dieser fulminanten Internetphänomene an: Ich erstelle eine Top 5-Liste. Listen wir also in den folgenden Zeilen das Für und Wider, das Pro und Contra, das Top und Flop, das Super und Beschissene auf. Und zwar subjektiv. Total subjektiv.

dienstag

#MenOfTheMatch
Mein erster Man oft he Match war Andrej Startsev. Mit welch Sicherheit und Routiniertheit der 20-jährige zu Werke ging, war bemerkenswert. Abgeklärt, robust und schnell sind einige Attribute die ich hier nennen möchte. Das sichere Stellungsspiel und die Passischerheit haben einen Nehrig und Thy auf dieser Position schnell vergessen gemacht. Nur „Unbelievable Schachten“ nicht.
Der zweite MoM warst du, mein lieber Dennis Daube. Ich habe dich sehr lange vermisst und manchmal auch deine zuvor schwachen Leistungen kritisiert. Dieses Spiel war wundervoll: Deine Ballbehauptung und Übersicht, deine Tempoverschleppung und Passstärke waren sauber. Du hast gezeigt, was du kannst.

#DerDicke
Hier bin nicht ich gemeint, sondern Florian Kringe. Präsent wie selten und mit eienr Übersicht ausgestattet die uns zum 1:0 brachte. Vielen Dank dafür.

#DieDefensiveGewinntMeisterschaften
…heißt es so schön und dieses Mal stand sie sicher. Angeführt von einem starken Sobiech konnte sich Ziereis zeigen und hatte klare Abwehraktionen. Buballa machte bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung (gute Besserung von dieser Seite!) eines seiner besseren Spiele bei uns und brach, zusammen mit Nöthe, ein ums andere Mal auf der Seite durch.

#MehrErhofft
..hatte ich mir von Nöthe. Eigentlich wie immer, Kopfballduelle sind anscheinend nicht so seins. Auch wenn er sich mit Buballa mal schön durchspielte, meines Erachten negative Körpersprache und nicht in die erste Elf. Sorry Christopher, ich erwarte mehr von dir.

#GanzSchlechtUndSchwummerig
wurde mir nur wegen der furchtbaren Leistung von Sippel und des dumpf und stumpf gröhlenden Vollprolls neben mir in der Kurve. Bleib weg, Typ! Und kritisiere nicht unreflektiert Gesänge, die du nicht kennst, wenn du in der Südkurve stehst. Beteilige dich lieber und dreh durch und rede nicht beim magischen FC über die Aufstellung von Arsenal, als ob du jede Woche in deren Kurve stehen würdest.


Vielen Dank an Erik von St. Pauli NU*de für das Video.

Das schrieben andere:
Kleiner Tod
Beebleblox
Grenzenlos Sankt Pauli
Der Übersteiger
Stefan Groenveld
Muckefuck Sankt Pauli
Magischer FC
keep calm and follow st.pauli

Tragisch phlegmatisch

Ne, was ein Mist. Was ein Mist!

Das war meine Reaktion am Freitagabend, als ich entnervt und kopfschüttelnd die Kneipe gegenüber verließ. 0:3 gegen Aue, dass tat schon weh. Ich musste an die Auswärtsfahrer denken und an die anstrengende Rückreise auf einer trostlosen, dunklen, regnerischen Autobahn, die sie jetzt vor sich haben. Wieder ist ihr Enthusiasmus und ihre Leidenschaft nicht belohnt worden. Das ist eigentlich das Tragischste an diesem Abend.
Doch warum ist eigentlich dies das Schlimmste? Weil wir in der ersten Halbzeit einige Chancen und den Gegner teilweise wirklich unter Druck setzen konnten. Leider reicht bei acht Ausfällen die Qualität des Kaders nicht aus, um einen spielerisch limitierten jedoch engagierten Gegner ein Ding einzuschenken. Komisch, ich dachte der Kader wäre in der breite verbessert worden, oder Herr Azzouzi?
Das Problem ist, meiner Meinung nach, nicht die spielerische und technische Qualität, die ist bei weiten Teilen der Mannschaft vorhanden. Ich frage mich allerdings in den letzten Spiele immer häufiger:
Warum reagieren wir immer so phlegmatisch und unkonzentriert?
Warum sind wir nicht sicher im Abschluss?
Warum spielt Nöthe immer noch?

Fragen die bis Dienstag gegen Braunschweig geklärt werden müssen, sonst wird das ein bitterer Abend – nur gut, dass es für die meisten Anhänger nicht so weit nach Hause ist.

Ich wäre gerne optimistischer, geht aber nicht.

Das schrieben andere:
Sankt Pauli Streets – Haste Scheiße am Schuh
Grenzenlos Sankt Pauli – Crying in the rain
Kiezkieker – ja, scheisse
USP – Bilder aus Aue
Übersteiger – Millernton VdS gegen Eintracht Braunschweig