Pokalfight

Heute 15.00 Uhr an der Kampfbahn Feldstrasse greift die 5te Herren des FC St.Pauli in den Heino-Gerstenberg-Pokal des Hamburger Fussballverbandes ein.
17pokal
Gespielt wird auf dem neuen Grün und ihr seid alle herzlich eingeladen!
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Die 5te Herren des FC St.Pauli feiert heute ihrer Heimspielpremiere

Die 5te Herren des FC St.Pauli fiebert heute ihrer Heimspielpremiere auf der neuen Kunstrasen entgegen: Samstag 14:00 Heimspielpremiere!

Noch ungeschlagen und voller Tatendrang – die 5te fiebert ihrer Heimspielpremiere auf der neuen Kampfbahn Feldstrasse entgegen! Gegner ist KSV Polonia 2. Alle Spieler, Fans und Freunde sind herzlich eingeladen. Eintritt ist wie immer frei und Anpfiff um 14:00!

5te Herren FC St.Pauli
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Erster Spieltag – das erste blutende Knie

Als ambitionierter Amateurkicker des FC St.Pauli hat man es in diesen Tagen alles andere als leicht. Zwar wird die Hoffnung auf die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes im Schatten des Millerntorstadions immer größer und die durch den Grandplatz verursachte, Schürfwunden an den Armen und Beinen hoffentlich bald weniger, doch bis dass kuschelige Kunstrasenfeld neben dem Bunker fertig ist, hat man nur Auswärtsspiele.

Ausgangssituation erster Spieltag
Letztlich bewahrheitet sich gerade am Anfang einer neuen Spielzeit, eine alte Wahrheit. New Season, same shit. Eine mit Studenten bestückte Mannschaft hat Mitte bis Ende August seine liebe Mühe ein Team voll zu bekommen, gerade wenn auch noch der verletzungsanfällige Kapitän seine Achillessehne erst wieder spürt, als die Saison losgeht und das Kücken des Teams sich lieber in der Allerweltsstadt Schwerin vergnügt, als sich auf dem Grandplatz gepflegt umholzen zu lassen.

Der schlimmste Moment eines Teamverantwortlichen ist immer der, wenn es darum geht, die Mannschaft für das kommende Wochenende zusammenzustellen. Die meisten Spieler lesen zwar ihre E-Mails, antworten dann auch, doch leider gibt es immer einige unter ihnen, die es dann doch nicht tun oder bereits vorsorglich die kommenden Anfragen in den Spam Ordner verschieben lassen.
Pünktlich am Freitag fragt man sich dann, wer eigentlich außer dem leider verhinderten Stammtorhüter noch so blöd sein kann, um auf knochenharten Grandboden hinter irgendwelchen Bällen her zuspringen. Genau das sind die Momente in denen ich dann doch mehr als froh bin, mit 1,66 m bestes „Icke Häßler“-Gardemaß zu besitzen und als potenzieller Fliegenfänger auszufallen. Eine Antwort bekommt man allerdings in den wenigsten Fällen und so muss entweder geknobelt oder ein Ersatzspieler dazu verdonnert werden. Doch wenn man nur elf Spieler zur Verfügung hat, fallen, wie am letzten Samstag, die Reservisten generell unter den Teppich.

Die Lust auf einen gepflegten Kick in der niedrigsten deutschen Fußballklasse vergeht in dem Moment, wenn weder Torwarthandschuhe noch eine einigermaßen schützende, lange Hose im Trikotkoffer sind. Das sind die Momente in denen ich mir regelmäßig die Frage stelle, warum ich jetzt nicht im Bett liegen, im Park sitze oder spazieren gehe. Nur gut, dass es dann doch Spieler im Team gibt, die ein Kraftfahrzeug führen dürfen und zu dem auch noch eines besitzen. Denn die können, während sich das Team mal wieder über den Genitalbereich eines Mitspielers unterhält, dann doch noch in aller Ruhe, eine halbe Stunde vor Spielbeginn eine adäquate Bekleidung für den im Tor stehenden Herren kaufen und sich so zumindest um das Aufwärmprogramm drücken. Und wenn dann endlich die Spielbekleidung und das Team vollständig sind, kann man sich doch noch auf das wesentliche konzentrieren, das Spiel.

Das Spiel

Unser Gegner ist das Team von Türkiye III. War ich vor dem Spiel kurzzeitig beunruhigt, dass sich vielleicht doch kein Unparteiischer die Mühe macht, dass Spiel zu leiten (die Kabine für den Mann in Schwarz bereits bei den zwei zu vor gespielten Partien verwaist), bin ich doch heil froh, wenn diese Befürchtung innerhalb der Spielklasse dann doch nicht bestätigt wird

Als der Unparteiische dann allerdings bei einem zu hohen Bein des Mitspielers auf Elfmeter entscheidet, wird einem schlagartig klar, dass man in der untersten Spielklasse immer wieder Dinge erlebt, die einfach nicht wahr sein können. Hatte ich bereits Schiedsrichter erlebt, die während des laufenden Matches eine Trinkpause einberaumten oder sich kurzerhand eine Regenjacke aus der Kabine holten, dann war ich über einen Strafstoß aufgrund von hohem Bein trotzdem geschockt.

Das Spiel hingegen machte dennoch tierisch Spaß, die zusammengestellte 5te Herren, die so nie wieder zusammenspielen wird, trotzte der Tatsache, dass die Vorbereitung schlechter war, aufgrund Platzmangel und spielte munter drauf los. Mit viel Fantasie konnte man der einen oder anderen Aktion sogar eine gewisse Struktur abgewinnen. Dank dieser ansehnlichen Spielstruktur konnte ich, nach einer schönen Flanke von der rechten Seite, bereits mein erstes Ziel in der neuen Spielzeit verwirklichen: Ich werde am Ende der Saison schon mal nicht als Nulltorestürmer dastehen. Einer Direktabnahme und fehlender Gegenspieler sei Dank. Im Nachhinein wäre ein Kopfballtor schöner gewesen, da sich der gegnerische Torhüter, seines Zeichens ein 1,70 m Hüne, aufgrund der drohenden Niederlage über meine Körpergröße lustig machte. Aber letztlich Stand es am Ende 2:1 für uns. Das war meine Genugtuung.

Sonntagmorgen nach dem Spiel
Trotz eines blutenden Knies und eines aufgerissenen Ellenbogens und der traurigen Erkenntnis, dass ein Schiedsrichter die Regeln nicht kennt, habe ich mir am Sonntagmorgen mit einer vom Sieg stolz geschwellten Brust, die am Ellenbogen klebende Bettdecke abgerissen und den Schmerz unter der Dusche, der einsetzte, als der erste Tropfen Wasser mein Knie berührt und aufhörte als sich das geschundene Körperteil mit der Jeans verklebte, ertragen, weil wir letztlich mit 2:1 gewonnen hatte. Als ich bim Bäcker stand um mein Frühstück erwerben wollte, beobachtete ich einen Spaziergänger mit seinem Hund. Ein Glück, dachte ich mir, dass ich ein cooles Hobby habe und grinste voller Stolz, als mich die Verkäuferin fragte, was mit meinem Ellenbogen passiert sei.

verfasst von Co-Autor

Flitzebogen oder andere Spannung

Im Allgemeinen sind Fußballer, egal welcher Klasse, Anfang August am Zenit der Wartezeit angekommen. Und zwar der Wartezeit bis zum Saisonstart. So ergeht es natürlich auch den Spielern in Hamburgs unteren Ligen. Doch welch Wunder, die Saison startet es erst im September. Die Stiefkinder des Amateurfußballs verbringen also die schönste Zeit des Jahres nicht bei schweißtreibenden Meisterschaftsspielen, sondern holen sich gegen Ligamannschaften den so genannten "letzten Schliff". Was bei ein oder zwei Trainingseinheiten in der Woche nicht viel heißen mag, ist aber einfach so.
Sobald jedoch das Wetter sich verschlechtert und die Tage kürzer, und ich meine sehr viel kürzer, werden, fängt der Spielbetrieb an. Da nicht nur die Tage kürzer, sondern auch das Wetter schlechter wird und in Hamburg immer noch schlecht gepflegte Grandplätze an der Tagesordnung sind und einfachsten Regenschauern nicht standhalten, werden die Sonntage häufig doch noch spielfrei. Die Absurdität des späten Saisonstart wird nur noch durch die drei- bis viermonatige Winterpause übertroffen, aber dazu mehr wenn die Jahreszeit es erlaubt.
the nasse grand!

Zurück zur Hinserie: Die ausgefallenen Spiele werden natürlich nachgeholt und zwar Anfang Dezember, naja, Prophet muss man nicht sein um zu wissen, dass auch hier schlechtes Wetter sein wird. Aber was reg ich mich auf, ich will doch nur spielen!

Platzmangel beim FC St.Pauli

Herrlich, heute ist Samstag und im Radio läuft die Bundesligakonferenz. Es ist also genug Zeit, um auf das Spiel am vergangenen Mittwoch zurück zu blicken.

Obwohl, eigentlich beschäftigt mich eine andere Sache viel mehr: Was ist eine Fussballmannschaft ohne eigenen Fussballplatz? Sie ist dazu verdammt, die Vorbereitung auf den Wiesen rund um die Alster zu verbringen. Der geneigte Leser fragt sich sicher warum kein eigener Platz? Ihr spielt doch bei einem bekannten Verein, da gibt es doch Plätze in Hülle und Fülle! Jaja, sie haben ganz recht werter Herr Leser, leider ist die Amateurfussballabteilung ein kleines Stiefkind des Vereins. Denn durch die notwendig gewordenen Umbauarbeiten an unseren (manchmal un-)geliebten Grandplatz an der Feldstrasse, sind unsere Plätze unbespielbar. Da von Vereinsseite kein Ausweichplatz angeboten wurde, sammeln sich die Spieler nun auf den holprigen Wiesen um sich auf die Saison vorzubereiten. Bänderriss galore!

Bald wird es hier einen wunderschönen Kunstrasen-Platz geben:

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Bald leuchtet hier Kunstrasengrün!

Naja, genug rumgeheult. Nun will ich doch noch kurz zurück zum Spiel vom Mittwoch blicken. Nach dreimaligem Rückstand haben wir der 7. Herren des FC St.Pauli ein 5:4 abgetrotzt und konnten zufrieden ins Viertel zurückfahren.

Mannschaftsaufstellung:

FC St. Pauli 5. mit: Naffe – Schulz – Heidtmann, Johansson – Matzke, Faust, Knauer, Fitzner – Rox – Straakholder, Büsching (Szabo, Ernst, Burg). Coach: Ehlert

Tore: 0:1, 1:1 Rox, 1:2, 2:2 Straakholder, 2:3, 3:3 Straakholder, 4:3 Rox, 5:3 Büsching, 5:4

Am Sonntag geht’s um 13.00 Uhr gegen die 2. Mannschaft des SC Sternschanze im Käfig an der S-Bahnstation „Sternschanze“. Kommt doch vorbei, wenns keinen Braten gibt!

Der Geruch der Niederlage

Das erste Vorbereitungsspiel ist gelaufen, die erste Niederlage nach dem Abstieg in unterste Klasse der deutschen Fussballrepublik ist eingefahren.

Abstieg ist ein gräßliches Wort. Es symbolisiert Verlust und Tränen, hängende Köpfe und Niedergeschlagenheit. Olfaktorisch gesehen ist es in die Kategorie knapp neben Müllberg einzuordnen.

Wie riecht Abstieg? Ein Geruch der sich schwer fassen lässt. Auch nach Siegen riecht es nach Schweiß und feuchten Trikots, nach Asche und abgestandener Luft in den Kabinen. Feuchtwarme Luft wabert durch die Kabine. Der Geruch der Niederlage ist jedoch anders, es riecht nach Verzweiflung und es gibt keinen Biergeruch. Dieser Geruch hat sich einfach den Gefühlen der Spieler angepasst. Er kriecht langsam in die Nase und erreicht die Schleimhäute und lässt die Spieler ihren Kopf schütteln. Kaum jemand nimmt ihn wahr, denn es ist doch eigentlich nur ein Teil der Verzweiflung. Doch der Geruch ist für die Niedergeschlagenheit in der Kabine mitverantwortlich, dabei sind es wie auf dem Spielfeld nur feine Nuancen, die ihn vom Geruch des Sieges unterscheiden.

Passspiel oder Stagnation

Hamburg, 27.07.09

Bevor die erste Trainingseinheit startet, sind Fussballspieler gefragt, die Ziele für die kommende Saison vorgeben. Häufig sind es die erfahrenen Spieler, die Situation nutzen, um sich innerhalb der Mannschaft zu positionieren, dem Mannschaftsrat angehören wollen oder um die Kapitänsbinde buhlen.

In unserem Team ist es da nicht anders, natürlich werden heroische Losungen ausgegeben, die wie Kriegsgeheul klingen mögen: „Diese Saison wird anders!“, „Wir werden über spielerische Mittel den Partien unserem Stempel aufdrücken!“ gerne wird auch ein „Jetzt erst recht!“ herausposaunt.

Diesen Forderungen Taten folgen zu lassen und ein System zu entwicklen, dass sich unserer niedrigen Spielklasse anpasst (ich betone ungern, dass es die niedrigste der deutschen Fussballs ist), gleicht einer Mammutaufgabe für Trainer und Spieler.

Jeder der sich in den Niederungen des Fussballs auskennt, sei es als Spieler oder noch unangenehmer als Zuschauer, weiß wie unhomogen so ein Gebilde ist. Die Trainingsbeteiligung ist anfangs euphorisch hoch, sinkt jedoch im Laufe der Saison umgekehrt proportional zur Anzahl der Spieltage.

So kann es kommen, dass sich das Trainerteam im Laufe der Saison mit nur einem halben Kader auf dem Trainingsplatz trifft und dort versucht mit immer wechselnden Teilnehmer eine Art Automatismus zu schaffen, die den Ballstafetten einer Spitzenmannschaft würdig ist. Die einfachen Spielzüge und Passsicherheit zu optimieren, ist ein schwieriges Unterfangen, dies stellt nicht nur unser Trainerteam sondern auch das des FC Bayern fest. Nicht umsonst trainiert der „General van Gaal“ (ein immer wieder gern zitiertes Wortspiel der Sportjournalie) die einfach Übungen wie direktes Passspiel, um seine Art des „Football total“ durchzusetzen und in die Köpfe der Spieler zu hämmern.

Aber wenn selbst gestanden Bundesliga- und Nationalspieler, die trotz hervorragender Technikausbildung dieses in jeder Trainingseinheit optimieren müssen, wie sieht es da mit einer Mannschaft aus, 23 Spielern aus, die sich ein Mal die Woche trifft? Ich denke: schlecht. Besser gesagt ich finde es unmögliches Unterfangen diese Abläufe und Defizite aufzuarbeiten. Und immer wieder ziehe ich vor dem Willen des Trainerstabes meinen Hut und verbeuge mich in Demut vor ihnen, da sie, angetrieben durch den Geist der 5ten Herren, nie aufgeben.

Ich bin ein Knecht, ihr seid die wahren Lichtgestalten.