Saisonprognose – Die Kriterien

In meinem letzten Blogbeitrag bat ich die geschätzte Leserschaft mir ihre Kriterien für die Saisonprognose des magischen FCSP zu schicken. Aus diesen zugesandten Kriterien sowie einigen selbstgewählten Themen versuche ich mich als Prophet für die Saison 2017/2018.
Vielen Dank für die Vorschläge und die Kommentare!

Folgende Kriterien fließen also in die Prognose ein:
Umfeld & Trainerteam
Konkurrenz in der Liga
Kader
Stimmung
Zusammenfassung & Prognose

Ich werde diese Kriterien jetzt sukzessive abarbeiten. Ebenso hoffe ich, auch ein paar Stimmen von befreundeten Blogs und Personen einfließen zu lassen. Am Ende der Woche geht’s also los mit Umfeld und Trainerteam! Ick freu mir!

kugel

Was wird’s?

So. Eigentlich wollte ich ja gar nichts rund um Vorbereitung und so schreiben. Ich finde ja, dass erübrigt sich da kein echter Wettkampf stattfindet und es um nix geht. Kann ja jeder halten, wie er will, für mich ist das nix. Diese Zeit vor der Saison ist wie ein Freundschaftsspiel, fühlt sich an wie Methadon, befriedigt also nicht wirklich.
In dieser Zeit bekommen nämlich solche Ereignisse, wie die Enthüllung des neuen Trikots, eine viel zu hohe Bedeutung. Auch der Fakt dass wir ein braunes und weißes Trikot haben, hat nur hinsichtlich der damaligen Geschmacksverirrung beim Rock’n Roll oder Camouflage Trikot seine Existenzberechtigung. Aber so ein Gewese mit eigener PK und Kampagne. Puuuuuhhhhh. Ach ja, ich will nicht vergessen zu erwähnen, dass es Tickets für diese Veranstaltung gab. Alter, geht’s noch dicker? Klar, geht das, aber muss echt nicht.
FC St. Pauli Trikot Praesentation
Danke an Stefan Groenveld für das Bild!
Und dann gibt’s ja noch nen neuen Sponsor, dass muss ja auch angekündigt werden. Da hat sich der Verein zumindest etwas zurückgehalten.

Aber am wichtigsten ist eh die Saison und da gab es heute die Ansetzungen. Und wie immer kann man sich getrost auf den Übersteiger verlassen, der den Spiellan bündelt. Vielen Dank dafür!

Platzmangel beim FC St.Pauli

Herrlich, heute ist Samstag und im Radio läuft die Bundesligakonferenz. Es ist also genug Zeit, um auf das Spiel am vergangenen Mittwoch zurück zu blicken.

Obwohl, eigentlich beschäftigt mich eine andere Sache viel mehr: Was ist eine Fussballmannschaft ohne eigenen Fussballplatz? Sie ist dazu verdammt, die Vorbereitung auf den Wiesen rund um die Alster zu verbringen. Der geneigte Leser fragt sich sicher warum kein eigener Platz? Ihr spielt doch bei einem bekannten Verein, da gibt es doch Plätze in Hülle und Fülle! Jaja, sie haben ganz recht werter Herr Leser, leider ist die Amateurfussballabteilung ein kleines Stiefkind des Vereins. Denn durch die notwendig gewordenen Umbauarbeiten an unseren (manchmal un-)geliebten Grandplatz an der Feldstrasse, sind unsere Plätze unbespielbar. Da von Vereinsseite kein Ausweichplatz angeboten wurde, sammeln sich die Spieler nun auf den holprigen Wiesen um sich auf die Saison vorzubereiten. Bänderriss galore!

Bald wird es hier einen wunderschönen Kunstrasen-Platz geben:

feld09_1

Bald leuchtet hier Kunstrasengrün!

Naja, genug rumgeheult. Nun will ich doch noch kurz zurück zum Spiel vom Mittwoch blicken. Nach dreimaligem Rückstand haben wir der 7. Herren des FC St.Pauli ein 5:4 abgetrotzt und konnten zufrieden ins Viertel zurückfahren.

Mannschaftsaufstellung:

FC St. Pauli 5. mit: Naffe – Schulz – Heidtmann, Johansson – Matzke, Faust, Knauer, Fitzner – Rox – Straakholder, Büsching (Szabo, Ernst, Burg). Coach: Ehlert

Tore: 0:1, 1:1 Rox, 1:2, 2:2 Straakholder, 2:3, 3:3 Straakholder, 4:3 Rox, 5:3 Büsching, 5:4

Am Sonntag geht’s um 13.00 Uhr gegen die 2. Mannschaft des SC Sternschanze im Käfig an der S-Bahnstation „Sternschanze“. Kommt doch vorbei, wenns keinen Braten gibt!

Comeback

Zum Leidwesen der Mannschaft bleibt festzustellen, dass ich meine Vorbereitung nun doch nicht wie angekündigt vollzogen habe. Die Gründe sind einfach und einleuchtend, zumindest für den Leser, der schon mal im Süden war. Folgende Entschuldigungen werden somit im Klassenbuch vermerkt: Hitze (35-37 Grad), Strand (s. Bild), Meer (auch s. Bild).

Gerade habe ich den Heimweg angetreten und schreibe diesen Text auf der Fahrt vom Flughafen nach Hause. Sobald ich mich akklimatisiert habe (und zwar an diesen Temperaturunterschied von fast 10 Grad), geh ich wieder laufen. Echt. Versprochen. Vielleicht schon Montag oder Dienstag.

Der Geruch der Niederlage

Das erste Vorbereitungsspiel ist gelaufen, die erste Niederlage nach dem Abstieg in unterste Klasse der deutschen Fussballrepublik ist eingefahren.

Abstieg ist ein gräßliches Wort. Es symbolisiert Verlust und Tränen, hängende Köpfe und Niedergeschlagenheit. Olfaktorisch gesehen ist es in die Kategorie knapp neben Müllberg einzuordnen.

Wie riecht Abstieg? Ein Geruch der sich schwer fassen lässt. Auch nach Siegen riecht es nach Schweiß und feuchten Trikots, nach Asche und abgestandener Luft in den Kabinen. Feuchtwarme Luft wabert durch die Kabine. Der Geruch der Niederlage ist jedoch anders, es riecht nach Verzweiflung und es gibt keinen Biergeruch. Dieser Geruch hat sich einfach den Gefühlen der Spieler angepasst. Er kriecht langsam in die Nase und erreicht die Schleimhäute und lässt die Spieler ihren Kopf schütteln. Kaum jemand nimmt ihn wahr, denn es ist doch eigentlich nur ein Teil der Verzweiflung. Doch der Geruch ist für die Niedergeschlagenheit in der Kabine mitverantwortlich, dabei sind es wie auf dem Spielfeld nur feine Nuancen, die ihn vom Geruch des Sieges unterscheiden.

Der Wolf beißt oder wie Schweiß Pläne zerstört

Gestern war also der Tag an dem die „aktive Erholung“ starten sollte, und was soll ich sagen: Es war ein Erfolg! Den Schweinehund mit dem Stanley-Matthews-Übersteiger ausgetrickst und bei schlappen 27 Grad um neun Uhr morgens eine knappe halbe Stunde gelaufen. So viel zum positiven Start in den Tag. In den letzten Monaten habe ich noch nie so viel geschwitzt. Das diese Art der körperlichen Betätigung zu Schweiß-Sturzbächen den Körper hinunter führt war eine Sache, die Andere war bedeutungsvoller im Ergebnis: Der sagenumwobende „Wolf“ hat sich gemeldet, und das mit Nachdruck!

Für Leser die mit diesem Begriff nichts anfangen können, sei gesagt, es handelt sich um eine schmerzhafte, durch Reibung der schweißgetränkten Innenhose hervorgerufene, Wunde, die an den Innenseite der Schenkel zu finden ist. So viel zu den Details. Dieser Wolf ist einfach nur unangenehm und brennt wie Hölle, aber das schlimmste ist, dass er die Angewohnheit hat sich erst nach Tagen wieder aus de Staub zu machen. Das bedeutet für mich, eine Trainingspause von mindestens zwei Tagen. Wie ärgerlich!

Diese unangenehme Tatsache hat aber auch positives zu Folge: Ich werde einfach nur des Morgens frühstücken und meinen Weg an den Strand antreten und im kristallklaren Wasser der Adria meine Wunden pflegen und bei 35 Grad meinem Körper den Strahlen der Sonne aussetzen. Auch schön.