Saisonprognose – Die Kriterien

In meinem letzten Blogbeitrag bat ich die geschätzte Leserschaft mir ihre Kriterien für die Saisonprognose des magischen FCSP zu schicken. Aus diesen zugesandten Kriterien sowie einigen selbstgewählten Themen versuche ich mich als Prophet für die Saison 2017/2018.
Vielen Dank für die Vorschläge und die Kommentare!

Folgende Kriterien fließen also in die Prognose ein:
Umfeld & Trainerteam
Konkurrenz in der Liga
Kader
Stimmung
Zusammenfassung & Prognose

Ich werde diese Kriterien jetzt sukzessive abarbeiten. Ebenso hoffe ich, auch ein paar Stimmen von befreundeten Blogs und Personen einfließen zu lassen. Am Ende der Woche geht’s also los mit Umfeld und Trainerteam! Ick freu mir!

kugel

Optimismus reloaded

Optimismus (von lat.: optimum, „das Beste“) ist eine Lebensauffassung, in der die Welt oder eine Sache von der besten Seite betrachtet wird; er bezeichnet allgemein eine heitere, zuversichtliche und lebensbejahende Grundhaltung sowie eine zuversichtliche, durch positive Erwartung bestimmte Haltung angesichts einer Sache hinsichtlich der Zukunft. Ferner bezeichnet sie eine philosophische Auffassung, wonach die Welt die beste aller möglichen Welten ist, in der Welt alles gut und vernünftig sei oder sich zum Besseren entwickelt.
Wikipedia

Nach der durchwachsenen Saison 2016/2017 – und ja, dass war sie, trotz der grandiosen Rückrunde – gilt es einen vorsichtigen Blick auf die kommende Saison zu werfen. Ein bisschen Glaskugel spielen ist ja wohl erlaubt. Um das Ganze allerdings so fundiert wie möglich zu machen, würde ich die Prognose in verschiedene Kriterien unterteilen, so dass sich am Ende eine Vorhersage ergibt, die das Wort auch verdient. Und ich möchte, dass ihr Teil dieser Prognose werdet. Nicht ganz s, wie beim Übersteiger mit der legendären Prophezeiung, aber ähnlich.

Daher ist mein Wunsch an euch:
Bitte schickt mir die Kriterien, nach denen ich die Saisonprognose erstellen kann. Egal ob via Twitter hier in den Kommentaren oder via Mail.

Einsendeschluss ist der 02.06.2017. Danach veröffentliche ich die Kriterien und wer sie eingesendet. Gerne würde ich ein bis zwei Fragen für das jeweilige Kriterium mit dem Einsender besprechen und die Antworten in den Artikel miteinfließen lassen.

Und warum der Artikel mit Optimismus reloaded betitelt ist? Ich bin eigentlich ganz optimistisch, was die Einsendung der Kriterien sowie den Saisonverlauf betrifft.

Bei Fragen einfach fragen.

Update:

Nur dabei statt mittendrin

Ein Jahr ist es her, dass ich aus Hamburg wegzog und mich weit von meinem Klub entfernte.
Ein Jahr, bei dem ich nur dabei statt mittendrin war.
Ein Jahr, bei dem ich nur zwei anstatt mindestens 20 Spiele des magischen FCSP sah.
Ein Jahr, dass mir jedoch auch half den Verein mehr zu lieben als vorher.

Das klingt eigentlich viel zu melodramatisch und völlig ungeeignet um einen Text zu verfassen. Denn was ich eigentlich sagen wollte ist, ich werde wieder weiterbloggen. Hab mir einfach mal ’ne Pause gegönnt.
Ich werde die blutgegrätsche Stimme aus dem selbstgewählten hessischen Exil sein. Aber eigentlich war ich ja nie weg und daher, um es mit dem ebenfalls magischen LL Cool J zu sagen:
DON’T CALL IT A COMEBACK!

Wir sehen uns!

Vorfreude zum Quadrat

Vorfreude Eins
Diese verdammte Winterpause…man lebt in Methadonähnlichen Zuständen..klammert sich an Filmchen aus der Flimmerkiste, schaut sich verzweifelt internationale Spiele an, um dem Gefühl des Affens Herr zu werden.
Aber am Samstag ist es vorbei.
Dann darf ich wieder um den magischen FCSP zittern. Und nun Schluß mit dem Rumgejammer.

Nach meinem letzten Blogeintrag ist ja so einiges passiert. Ewald ist da, persönlich find ich das gut. Ich mag seine Art der klaren Ansprache, sein Fachwissen. Und mein Blogtitel bekommt bei seiner Vorgeschichte eine ganz besondere Bedeutung.
Was ich noch mehr mag, ist das Verhalten unseres Präsidenten Oke Göttlich. Kompetenz besteht nämlich auch darin zuzugeben, nicht alles wissen zu können. Und aus dieser Entscheidung heraus den Rat einer fachkompetenten Person heranzuziehen. Das, meine lieben Leser, halte ich für einen richtigen Schritt. Und dass dann auch noch ein neuer Trainer rausplumpst, gekauft.
Die Neuerwerbungen namens Koch und Sobota hinterließen einen guten Eindruck, mal sehen was Cooper kann. Trotzdem macht mich etwas stutzig. Ist unser Mittelfeld wirklich so schlecht? Hmmmm…bin mir nicht sicher, ob dem so ist.
Aber egal, ich vertrau einfach mal, naiv wie ich bin, auf Ewald.

Also, auf geht’s! Für drei Punkte am Samstag!

Vorfreude Zwei

Auf geht’s! Für den Fanladen!

Lang und weit

…bringt Sicherheit. Diese simple Formel des Fussballspiels haben wir bei der Fünften Herren des FC St. Pauli damalig ab und an angewendet, wenn wir unter Druck geraten sind. Wir haben jedoch versucht, dies nicht als Dauerzustand in einem Spiel werden zu lassen.
Irgendwie musste ich gestern daran denken, als ich den x-ten Ball Hoch in des gegnerischen Hälfte hab fliegen sehen. Was früher eine Thorandt’sche Formel der Spieleinleitung bekannt war, wurde im Spiel gegen Darmstadt zu einem prägenden Stilmittel.
Vorne sollte dann Budimir die Bälle entweder festmachen oder verlängern. Das macht auch Sinn, wenn die dann von ihm anzuspielenden Stationen aufrücken und mitgehen. Dies war aber nicht der Fall. Schnelle Spieler wie Maier oder auch Buballa waren nie in der Nähe um einen Aufbau zu gewährleisten. Das sah so hilflos aus, wenn eine langer Ball kommt, wir im Gegensatz zu früher (nicht wahr, Herr Nöthe?), diesen Ball gewinnen und dann sind 10 Spieler in der eigenen Hälfte.

Und es passiert – nichts.

Ich bin etwas sprachlos, auch wenn ich aufgrund der Verletztenmisere nicht wirklich überrascht bin. Aber zumindest Halstenberg macht Hoffnung und dass die Null 86 Minuten stand. Jetzt gilts am Mittwoch dieses über die volle Spielzeit zu halten und wenn es mit der rustikalen Spielweise sein muss, dann ist es so.

Lang und weit bringt Sicherheit. So sei es.

Aber der Support war bis zur 86. Minute fantastisch.
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Kaltes Spiel

„Das war ein kaltes Spiel“ – diese Aussage von unserem Knipser Rico Hanke nach dem Spiel in Neumünster 2003, hat das Bolzinferno Sankt Pauli damalig mit der Aussage „Hättest ja mehr laufen können“ beantwortet und großes Gelächter auf dem Grashügel in Neumünster produziert. Selbst Rico Hanke konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.

rico

Warum ich so tief in die Mottenkiste greife? Weil es viel über seine mangelnde Laufbereitschaft aussagt. Und die musste ich leider am Sonntag auch bei uns feststellen. Nicht dass die Boys in Brown nicht engagiert waren. Das waren sie, jeder im Stadion konnte sehen , dass wir wollten.
Aber wollen reicht halt nicht.
Kaiserslautern wollte auch. Doch mit anderen Mittel und hoher Laufbereitschaft.
Sie hatten immer Überzahl in Ballnähe.
Sie boten schnelles Umschalten nach erzwungenen Fehlern.
Sie hatten den direkten Zug zum Tor.

Das werden wir auch haben.
Bald.
Bestimmt.
Hoffentlich.

Sonst werden wir wieder kalte Spiele in Kiel, Osnabrück oder Rostock haben. Und uns bis dahin alle User Obi Wan _garnicht anschließen.

Alles eine Frage des Glaubens

Als ich am Samstag kurz nach dem Abpfiff mit hängenden Schultern an der Domschänke stand, kamen mir viele Menschen entgegen denen es ebenso wie mir ging.

Alle mit so einer Mischung aus:
Fassungslosigkeit und Entsetzen.
Trauer und Resignation.
Sarkasmus und Einsicht.

Mir stellte sich erstmal die Frage: Wie kam es dazu?
Eigentlich wurde dieser Zustand ganz einfach erreicht. Man nehme den modernen, ballbesitzorientieren Fussball als Konzept und verpflichtet Spieler, die auf dieses System passen. Diese Spieler haben gelernt, oder besser, sollten gelernt haben, schwierige Spielsituationen durch spielerische Mittel zu lösen. Besser gesagt: Eigentlich sollten sie nicht in eine schwierige Situation kommen, da sie per se ständig nach Ballbesitz streben, dass bedeutet frühes Pressing um den Ball zu erobern, dann abwartend und geduldig den finalen Pass suchen. Genau das haben wir am Samstag auch gesehen. Beispielsweise Enis Alushi, der sich immer wieder zwischen die Abwehr fallen ließ, um die Bälle zu holen und zu verteilen. Eine Abwehr die ggfs. angespielt werden kann, um ein besseres Stellungsspiel zu ermöglichen.
Soweit so gut. Doch was passiert, wenn nicht alle Faktoren mit der nötigen Entschlossen- und Geschlossenheit durchgeführt werden? Auch das ließ sich Samstagmittag par excellence beobachten. Nämlich dann, wenn das frühe Stören durch das aufgerückte Mittelfeld nicht in Ballbesitz sondern in Ballverlust endet und eine (leider) schlechte Defensivbewegung unsererseits zur Folge hat. Dann werden nämlich durch konterstarke Mannschaften überfallartige Angriffe inszeniert, die, wieder leider, zu schnell bei uns zu Gegentoren führen.

Und danach die Frage: Na und?
Jetzt mal ehrlich, ich kann einer Mannschaft die Fussball „spielen“ will und soll, nicht vorwerfen, dass sie über den Kampf zum Spiel kommen muss. Dafür fehlt das Spielermaterial, bis auf Alushi und Schachten mal abgesehen.
Was ich wirklich kritisiere, ist das echt beschissene Defensivverhalten aller Mannschaftsteile, daran müssen wir arbeiten und weiter konsequent Fussball „spielen“ wollen.
Dann wird das.
Bestimmt.
Ich glaube daran, ganz fest.

Wenn wir alle daran glauben, dann gewinnen ab heute nur noch wir.