Alles eine Frage des Glaubens

Als ich am Samstag kurz nach dem Abpfiff mit hängenden Schultern an der Domschänke stand, kamen mir viele Menschen entgegen denen es ebenso wie mir ging.

Alle mit so einer Mischung aus:
Fassungslosigkeit und Entsetzen.
Trauer und Resignation.
Sarkasmus und Einsicht.

Mir stellte sich erstmal die Frage: Wie kam es dazu?
Eigentlich wurde dieser Zustand ganz einfach erreicht. Man nehme den modernen, ballbesitzorientieren Fussball als Konzept und verpflichtet Spieler, die auf dieses System passen. Diese Spieler haben gelernt, oder besser, sollten gelernt haben, schwierige Spielsituationen durch spielerische Mittel zu lösen. Besser gesagt: Eigentlich sollten sie nicht in eine schwierige Situation kommen, da sie per se ständig nach Ballbesitz streben, dass bedeutet frühes Pressing um den Ball zu erobern, dann abwartend und geduldig den finalen Pass suchen. Genau das haben wir am Samstag auch gesehen. Beispielsweise Enis Alushi, der sich immer wieder zwischen die Abwehr fallen ließ, um die Bälle zu holen und zu verteilen. Eine Abwehr die ggfs. angespielt werden kann, um ein besseres Stellungsspiel zu ermöglichen.
Soweit so gut. Doch was passiert, wenn nicht alle Faktoren mit der nötigen Entschlossen- und Geschlossenheit durchgeführt werden? Auch das ließ sich Samstagmittag par excellence beobachten. Nämlich dann, wenn das frühe Stören durch das aufgerückte Mittelfeld nicht in Ballbesitz sondern in Ballverlust endet und eine (leider) schlechte Defensivbewegung unsererseits zur Folge hat. Dann werden nämlich durch konterstarke Mannschaften überfallartige Angriffe inszeniert, die, wieder leider, zu schnell bei uns zu Gegentoren führen.

Und danach die Frage: Na und?
Jetzt mal ehrlich, ich kann einer Mannschaft die Fussball „spielen“ will und soll, nicht vorwerfen, dass sie über den Kampf zum Spiel kommen muss. Dafür fehlt das Spielermaterial, bis auf Alushi und Schachten mal abgesehen.
Was ich wirklich kritisiere, ist das echt beschissene Defensivverhalten aller Mannschaftsteile, daran müssen wir arbeiten und weiter konsequent Fussball „spielen“ wollen.
Dann wird das.
Bestimmt.
Ich glaube daran, ganz fest.

Wenn wir alle daran glauben, dann gewinnen ab heute nur noch wir.

Ein Gedanke zu „Alles eine Frage des Glaubens

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